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Offene Kirche
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Offene Kirche - Geschichtliches
Dr. Franz-Josef Vogt aus Nümbrecht hat die Restaurierung der barocken Kleine-Orgel als sachkundiger Denkmalschützer begleitet. Für die Orgel-Festschrift hat er einen Beitrag zur Orgelgeschichte geschrieben.
Hier können Sie die ungekürzte Fassung nachlesen.

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Dr. Franz-Josef Vogt, Zur Orgelgeschichte der ev. Kirche Eckenhagen   
Professor Dr. Günther Walzik aus Bonn hat über Jahrzehnte hinweg auch in unserem Raum Studien zur Geschichte durchgeführt. Er kennt auch die Eckenhagener Barockkirche sehr gut. Freundlicherweise dürfen hier mit seiner Genehmigung Entwürfe zur Bauabfolge der alten Kirche in Eckenhagen veröfffentlicht werden. Weitere erläuternde  Informationen werden folgen. Die Kirche, wie wir sie heute sehen, hat eine lange Vorgeschichte.
Auf dieser Seite können Sie einen ersten Eindruck davon gewinnen.

Der heutige Grundriss der Kirche mit Einzeichnung der romanischen Emporenbasilika
heutiger_grundriss_mit_einzeichnung_romanische_emporenbasilika
Klaus Pampus:
Der Wiederaufbau der evangelischen Kirche in Eckenhagen nach dem großen Brand von 1777 Im Spiegel der Abrechnungsbücher

Der inzwischen leider verstorbene Klaus Pampus aus Eckenhagen hat vor einigen Jahren einen Vortrag in der Kirche (vor leider viel zu kleiner Zuhörerschaft) zum Wiederaufbau der Barockkirche im
18. Jahrhundert gehalten. Herr Pampus hat der Ev. Kirchengemeinde sein Manuskript für das Archiv überlassen.
Hier können  Interessierte seine Arbeit nachlesen, die er anhand von nüchternem Quellenmaterial erstellt hat. Doch ist es eine interessante, alles andere als "trockene" Arbeit, lebendig dargestellt, ein Einblick in die Lokalgeschichte vor zweihundert Jahren.
Vorläufige Entwürfe zur Bauabfolge der alten Kirche in Eckenhagen von Prof. Günter Walzik, nach dem Bericht des Ausgräbers D. Soechting und durch Vergleich mit der Emporenbasilika von Morsbach:
Bau 1: Bau 2:
Bau I Bau II
Bau 3: Bau 4:
Bau III Bau IV
Bau 5:
Bau V
Ein Überblick über die Ev. Kirchengemeinde Eckenhagen
aus: Albert Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland,
Düsseldorf 1956, Seite 49 f.
Am 1. VIII. 1167 schenkte Barbarossa seinem Kanzler Reinald von Dassel, Erzbischof von Köln, den damaligen Reichshof Eckenhagen. Vielleicht erinnern die Grundmauern des heutigen Kirchturms noch an jene Zeit. Ein Stein, der wohl aus der alten Kirche stammte, trug die Zahl 1197.

Das "Eigen von Eckenhagen" lag zwischen den Gebieten von Homburg an der Mark und Gimborn-Neustadt und gehörte seit dem Siegburger Vergleich von 1604 endgültig zum Bergischen Amt Windeck. Vikar JH Lang aus Meinerzhagen soll hier 1569 die Reformation eingeführt haben, doch blieb Pfarrer Gg Ram weiterhin katholisch. 1580 - 1608 wurde die Pfarrei überhaupt wieder katholisch verwaltet. Seit sie dann lutherisch wurde, hatte sie zwei Pfarrstellen, von denen die zweite, die Vikars- oder Kaplanstelle, aus den alten Einkünften der Nebenaltäre besoldet wurde. Der Pfarrer hatte seinen Wohnsitz im Wiedenhof, der Vikar im Konradshof. Der zweite Pfarrer, JGib Coester wurde 1768 im Konradshof ermordet.

Nachdem man 1764 die alte Kirche abgebrochen hatte, brannte der Neubau samt Schule und 26 Wohnhäusern am 17./18. IV. 1877 ab, sodaß abermals (mit reichen Schenkungen aus Holland) eine neue Kirche errichtet werden mußte. Der Konradshof wurde 1780, der Wiedenhof 1803 neu erbaut.
Nach dem Tode des älteren Pfarrers JG Büren wurden 1815 die beiden Pfarrstellen einander gleichgestellt. 1833 trat Eckenhagen der Union bei. Ju Ferling war 1893-99, K Büren 1899-1902 hier Hilfsprediger. Am 16. VII. 1894 wurde das ev. Krankenhaus, 1936 das neue Altersheim bezogen.

Die umfangreiche Gemeinde, die 1820 schon 4000 Seelen zählte, gab am 1. VII. 1886 die acht Aggerhöfe an Marienhagen, und Oberderschlag an die werdende Gemeinde Derschlag ab, am
1. VII. 1889 weitere fünfzehn Höfe an Heidberg, am 1. VII. 1894 endlich sieben Höfe an Odenspiel. Nachdem der Wohnsitz des zweiten Pfarrers am 15. VII. 1905 in die Untergemeinde (Hunsheim, Drespe, Sotterbach) verlegt worden war, trennte man am 1. III. 1913 diesen Bezirk als Gemeinde Drespe völlig von Eckenhagen. Damit erlosch hier die zweite Pfarrstelle, die auf Drespe übertragen wurde. Auch jetzt umfaßt Eckenhagen noch 40 Höfe mit 2900 Seelen. Wegen der weiten Ausdehnung findet im Monat zweimal abwechselnd Gottesdienst im Vereinshaus Mittelagger und in der Kapelle Sinspert statt, die aus dem Mittelalter stammt, seit 1608 der ev. Gemeinde gehört und 1857 erneuert worden ist.